PRESSEMITTEILUNG

EINE METALLVERSION VON MICHELANGELOS DAVID, HERGESTELLT IM MIKROMASSSTAB DURCH ADDITIVE FERTIGUNG

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Zürich / Glattbrugg | 21. März, 2019

Eine der berühmtesten Skulpturen der Welt, nachgebildet in einer völlig neuen Perspektive: Dank signifikanter Fortschritte bei der Entwicklung des FluidFM µ3Dprinter gibt es Michelangelos David nun in der Grösse einer kleinen Ameise.  

Während der Schaffensperiode von Michelangelo (lebte 1475-1564) muss es ein gewaltiger Aufwand gewesen sein, die David-Skulptur aus einem massiven Marmorblock herzustellen. Bei der Schaffung und Bearbeitung des schweren und sperrigen Kunstwerks mussten gut durchdachte Handhabungsprozesse zum Einsatz kommen.

Die hier vorgestellte Arbeit erforderte einen deutlich geringeren Aufwand in der Handhabung, da der neue «David» winzig klein ist. Die Ingenieurstechnik dahinter hat jedoch vielleicht einen ähnlich grossen Aufwand erfordert, wie er vor 500 Jahren für den ursprünglichen David in Originalgrösse erforderlich war.

In den letzten zwei Jahren hat die kontinuierliche Weiterentwicklung der FluidFM µ3Dprinter-Hardware und insbesondere des Druckprozesses dazu geführt, dass Metallobjekte von der Grösse kleiner Bakterien bis hin zu kleinen Ameisen additiv hergestellt werden können. Dank dieser Fortschritte können wir eine der wohl berühmtesten Skulpturen der Welt in einer völlig neuen Perspektive präsentieren: Der David von Michelangelo ist jetzt in reinem Kupfer und in mikroskopischem Massstab verfügbar.

«Es ist mehr als nur ein kopiertes und verkleinertes Modell von Michelangelos David», sagt Dr. Giorgio Ercolano, R&D Process Engineer 3D Printing bei Cytosurge AG, der das winzige Modell erstellt hat. «Unser eingehendes Verständnis des Druckprozesses hat zu einer neuen Möglichkeit geführt, das 3D-Computermodell der Statue zu verarbeiten und anschliessend in Maschinencode zu konvertieren. Das macht die neue David-Statue so aussergewöhnlich.» Dr. Ercolano erklärt: «Dieses Objekt wurde aus einer Open-Source-CAD-Datei in Scheiben geschnitten und anschliessend direkt an den Drucker gesendet. Diese Slicing-Methode ermöglicht eine völlig neue Art, Entwürfe mit dem FluidFM µ3Dprinter zu drucken». Der «David» ist das bisher grösste Objekt, das durch das neue additive Herstellungsverfahren der Cytosurge AG geschaffen wurde.


 

Kontakt

Cytosurge AG   
Sägereistrasse 25
8152 Glattbrugg
Schweiz

Marketing:
Claudia Frey, Marketing Manager
Tel. +41 43 544 87 20
[email protected] 

Technisch:
Edgar Hepp, Business Development 3D Printing
Tel. +41 43 544 87 11
[email protected]

Kontaktformular 



DATEN & FAKTEN

  •    Höhe
  •    Gewicht
  •    Material
  •    Fertigungszeit
  •    Skulptur-Eigenschaften

original-david

  • 5.17 m
  • 6'000 kg
  • Carrara-Marmor
  • 4 Jahre (1501 - 1504)
  • massiv

kleiner david

  • 700 µm (0.0007 m)
  • 10 µg (1x10-5 g)
  • Kupfer
  • < 12h (2019)
  • hohl
Odoo - Sample 1 for three columns

DER KLEINE DAVID. Mit dem FluidFM µ3Dprinter in mikroskopischem Massstab aus Kupfer additiv gefertigter David aus verschiedenen Perspektiven.


FluidFM® µ3Dprinter

Der FluidFM µ3Dprinter ist ein eigenständiges System, das komplexe Reinmetallobjekte im Nanometer- bis Mikrometerbereich mit höchster Genauigkeit auf bestehende Objekte oder Oberflächen druckt. Die Menge des bedruckten Metalls reicht von 1 µm3 bis 6'000'000 µm3 pro Struktur, ein Bereich, der mit den meisten anderen Techniken nicht erreichbar ist.

Diese 3D-Drucktechnologie, die ursprünglich an der ETH Zürich erfunden wurde, verwendet eine winzige Pipette mit einer 300 nm breiten Öffnung, um Metalle, in diesem Fall Kupfer, lokal galvanisch abzuscheiden. Die hohle FluidFM-Nanopipette wird in die Nähe (~1 µm) einer leitenden Oberfläche gebracht und es wird eine metallionenhaltige Flüssigkeit abgegeben. Ein an die Oberfläche angelegtes negatives Potential reduziert die zugeführten Kupferionen zu Feststoffatomen, die sich direkt unter der Pipettenöffnung ansetzen. Sobald der Spalt zwischen Oberfläche und Pipette mit den festen Kupferatomen gefüllt ist, fährt die Pipette zur nächsten Position und wiederholt die Abscheidung. Auf diese Weise entsteht ein 3D-Objekt. 


Über Cytosurge AG

Die 2009 gegründete Cytosurge AG entwickelt, fertigt und vertreibt hochmoderne Nanotechnologie-Lösungen basierend auf ihrer patentierten FluidFM®  Technologie.

Die Schlüsselprodukte von Cytosurge sind der FluidFM µ3Dprinter für den 3D-Metall-Druck im Mikrometerbereich, der FluidFM BOT für die Einzelzellenforschung und das FluidFM ADD-ON für ausgewählte Rasterkraftmikroskope (AFM). Die hohlen FluidFM-Sonden haben Öffnungen, die bis zu 300 nm klein sind, und ermöglichen mehr als 12 verschiedene Anwendungen wie Adhäsionsmessungen an einzelnen Zellen, Nano-injektion, Nano-extraktion und Nano-druck.


FluidFM – GO BEYOND.